Automobil- und Elektronikbranche im Fokus: GreenMax treibt auf der IFAT geschlossene Lösungen für Schaumstoff Recycling voran

Die IFAT in Deutschland ist erfolgreich zu Ende gegangen. Als eine der weltweit führenden Fachmessen für Umwelttechnologie brachte die IFAT 2026 rund 3.400 Aussteller aus etwa 60 Ländern und Regionen zusammen und präsentierte innovative Lösungen in den Bereichen Recycling, Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung.

Auf der Messe empfing GreenMax vor allem Kunden aus Europa und Südamerika. Im direkten Austausch zeigte sich, dass sich die aktuellen Anforderungen der Kunden besonders auf zwei Bereiche konzentrieren: EPP-Schaumverpackungen in der automobilen Lieferkette sowie PE-Schaumverpackungen für den Transport elektronischer Geräte.

Vor dem Hintergrund der europäischen PPWR-Verordnung, die ab August 2026 allgemein angewendet wird, gewinnen recyclinggerechtes Verpackungsdesign und der Einsatz höherer Rezyklatanteile weiter an Bedeutung. Dadurch müssen Lieferketten in der Automobil- und Elektronikbranche aktiv nach geeigneten Lösungen für das Recycling von Schaumstoffverpackungen suchen.

Einladung zur IFAT in Deutschland

GreenMax bietet Lösungen für eine geschlossene Recyclingkette

Als Anbieter umfassender Lösungen für Schaumstoff Recycling stellte GreenMax auf der IFAT verschiedene technische Ansätze für Kunden vor. Ziel ist es, eine praktikable und geschlossene Recyclingkette aufzubauen, die nicht nur die Volumenreduzierung von Schaumstoffabfällen umfasst, sondern auch die nachgelagerte Granulierung sowie den Ankauf von Schaumstoff-Pressblöcken und recycelten Granulaten.

Für Kunden bedeutet das: Es geht nicht nur darum, „Abfälle zu behandeln“. Vielmehr können Unternehmen von Anfang an planen, wie verdichtetes Material weiterverwendet, verkauft oder in einen Kreislauf zurückgeführt werden kann.

GREENMAX vor Ort auf der IFAT

Automobilbranche: Steigender Bedarf beim Recycling von EPP-Schaum

In den letzten Jahren ist die Menge an EPP-Abfällen auf dem europäischen Markt deutlich gestiegen. Einerseits werden immer mehr Batterien und Automobilkomponenten aus China nach Europa exportiert, wodurch auch mehr EPP-Verpackungen in Umlauf kommen. Andererseits ersetzen einige Automobilzulieferer EPS-Verpackungen zunehmend durch EPP, da EPP eine bessere Stoßdämpfung und einen höheren Wiederverwendungswert bietet.

Gleichzeitig stellt EPP höhere Anforderungen an die Recyclingtechnik. Das Material ist dichter und zäher als herkömmlicher Polystyrol-Schaum. Anlagen, die ursprünglich für Polystyrol ausgelegt wurden, können solche Abfälle häufig nicht stabil verarbeiten. Aus ähnlichen Anforderungen wie am deutschen CATL-Standort lässt sich erkennen, dass die zentralen Herausforderungen beim Recycling von EPP-Schaum vor allem in drei Bereichen liegen: hoher Feuchtigkeitsgehalt, hohe Materialdichte und begrenzte nachgelagerte Anwendungen.

EPP-Schaumabfälle

Für diese Art von Material empfiehlt GreenMax eher eine Kaltpresstechnologie. Ein PP-Schaum Verdichter verarbeitet EPP-Abfälle durch mechanische Schneckenkompression. Bei feuchten Abfällen, die beispielsweise im Außenbereich gelagert wurden, können wichtige Anlagenkomponenten auf Edelstahl umgerüstet werden, um Korrosion zu reduzieren und die Lebensdauer der Maschine zu verlängern.

Während der Kompression wird Feuchtigkeit kontinuierlich aus dem Material herausgedrückt. Zusätzlich kann am Austrag ein separates Heiz- und Steuerungssystem installiert werden, um die Oberfläche der EPP-Pressblöcke leicht zu erwärmen und dadurch eine stabilere Blockform zu erzielen.

Für hochdichte EPP-Abfälle kann GreenMax zudem ein doppeltes Zerkleinerungssystem konfigurieren. Dadurch wird das Material vor dem Eintritt in die Presskammer gleichmäßiger und feiner zerkleinert, was die spätere Verdichtung deutlich verbessert. Darüber hinaus verfügt die Muttergesellschaft von GreenMax, INTCO Recycling, über umfangreiche Erfahrung in der Modifizierung und Anwendung von PP-Granulat. GreenMax kann Kunden daher auch bei der nachgelagerten Nutzung von EPP-Rezyklat beraten oder EPP-Pressblöcke zurückkaufen, um daraus neue PP-Produkte herzustellen.

Da die Preise für neues EPS-Material in Europa weiter steigen, wächst auch der Druck auf Verpackungshersteller, Abfälle besser zu recyceln und wiederzuverwenden. Der GreenMax PP-Schaum Verdichter kann sowohl EPP als auch EPS verarbeiten und hilft Kunden dadurch, ihre Investitionskosten für Recyclinganlagen zu reduzieren.

Kaltpressender PP-Schaum Verdichter

Elektronikbranche: PE-Schaumverpackungen werden zum neuen Schwerpunkt

In Südamerika wird für den Markt des Recyclings elektronischer Geräte bis 2030 ein Volumen von 12 Milliarden US-Dollar erwartet, bei einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 12,5 %. Brasilien gilt dabei als regionaler Kernmarkt mit einem Anteil von rund 45 %. Politische Unterstützung, wachsendes Umweltbewusstsein und steigende Mengen an Elektronikabfällen treiben die Nachfrage nach geeigneten Recyclinganlagen deutlich an.

Auf der IFAT unterzeichnete GreenMax vor Ort den Auftrag für einen Schaumstoffschmelzer M-C300E. Dabei handelt es sich um eine große Anlage zur Volumenreduzierung von Schaumstoff, die EPS, PE foam, EPP und weitere Schaumstoffe effizient verarbeiten kann.

Elektronische Geräte und Bauteile haben einen hohen Warenwert und werden beim Transport häufig mit weichem, stoßdämpfendem PE-Schaum geschützt. Allerdings ist PE-Schaum leicht, weich und sehr voluminös. Ohne Verdichtung entstehen hohe Lager- und Transportkosten, und eine zentrale Rückführung des Materials wird erschwert. Für Hersteller, Montagebetriebe und Recyclingunternehmen in der Elektronikbranche kann eine Schaumstoff-Volumenreduzierungsanlage daher die Abfallmenge deutlich reduzieren und die Voraussetzungen für eine spätere Wiederverwertung schaffen.

Schaumstoffschmelzer M-C300E

Schaumstoffschmelzer M-C300E: Für PE-Schaum gezielt optimiert

Der Schaumstoffschmelzer M-C300E reduziert Schaumstoffabfälle durch Zerkleinerung und Hochtemperatur-Schmelzverdichtung auf etwa 90:1. Im Unterschied zu Standardmodellen wurde diese Maschine speziell für das Recycling von PE-Schaum angepasst.

  · Zwischen Zerkleinerungsmessern und Presskammer wurde ein Rührstab ergänzt, um zu verhindern, dass leichte PE-Schaumstücke am Eingang der Presskammer liegen bleiben und eine Brückenbildung verursachen.

  · Die beweglichen Zerkleinerungsmesser wurden vergrößert und verlängert. Zudem wurde das Material auf Q45-Kohlenstoffstahl mit höherer Härte aufgerüstet, um Schneidwirkung und Verschleißfestigkeit zu verbessern.

  · In der Zerkleinerungskammer wurde ein Sieb installiert. Dadurch gelangen nur ausreichend kleine Materialstücke in die Schmelzphase, sodass der PE-Schaum während des Erhitzens vollständiger durchgeschmolzen werden kann.

  · Das Silo zur Zwischenspeicherung der Schaumstoffstücke wurde auf eine Metallausführung umgestellt und mit fünf Rührstäben ausgestattet. Dadurch wird eine stabilere und gleichmäßigere Materialzufuhr gewährleistet.

Heißgeschmolzene PE-foam-Blöcke

Die IFAT ist beendet, die Zusammenarbeit beginnt

Die IFAT hat GreenMax erneut gezeigt, dass sich der Fokus in Europa und Südamerika beim Schaumstoff Recycling verändert. Kunden suchen nicht mehr nur nach einer einfachen Lösung zur Abfallbehandlung, sondern nach Konzepten, die gesetzliche Anforderungen, Volumenreduzierung, Wiederverwendung und geschlossene Recyclingkreisläufe miteinander verbinden.

Ob es um Recycling von EPP-Schaum in der Automobilindustrie oder um PE-Schaumverpackungen in der Elektronikbranche geht: GreenMax kann Kunden mit PP-Schaum Verdichter, Schaumstoffschmelzer, nachgelagerter Granulierung und Rückkaufservice für Pressblöcke eine umfassendere Lösung für das Schaumstoffrecycling bieten.


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