Wie lassen sich Fischkisten, Bojen und Schwimmkörper an der Küste effizient recyceln?

An Küsten entsteht die Verschmutzung durch EPS-Schaum oft nicht plötzlich, sondern über einen langen Zeitraum. Fischkisten, Thermoboxen und Materialien für Bojen und Schwimmkörper bestehen in vielen Fällen aus Styropor. Bojen und Schwimmkörper dienen dazu, Aquakulturanlagen, Fischereiausrüstung oder andere maritime Einrichtungen schwimmfähig zu halten und zu positionieren. Fischkisten und Thermoboxen übernehmen dagegen die Kühlung, Zwischenlagerung und den Transport von Meeresprodukten. Das Problem ist, dass diese Schaumstoffprodukte an der Küste sehr häufig eingesetzt, schnell ersetzt und dauerhaft Sonne, salzhaltiger Luft und Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Mit der Zeit altern sie, brechen leicht und verteilen sich schließlich als lose Abfälle in der Umgebung.

In Küstenregionen konzentrieren sich außerdem häufig Fischhändler, Großmärkte, Kühlkettenstandorte und Verarbeitungsbetriebe für Meeresprodukte. Damit Fisch und Meeresfrüchte schnell an andere Orte transportiert werden können, werden große Mengen an Fischkisten aus EPS laufend eingesetzt. Wenn diese nach dem Gebrauch nicht rechtzeitig recycelt werden, sammeln sie sich in Häfen, rund um Märkte und entlang der Küstenlinie an. Zusammen mit alten Bojen, beschädigten Thermoboxen und ähnlichen Materialien wird das Styropor-Recycling an der Küste daher immer wichtiger.

Styropor Bojen entsorgen

Warum Schaumstoffabfälle an der Küste schwerer zu recyceln sind

Normales EPS wird in der Regel durch physische Verdichtung und Volumenreduzierung recycelt. Küstenabfälle unterscheiden sich jedoch deutlich von gewöhnlichen Verpackungsabfällen und sind deshalb schwieriger zu verarbeiten.

1. Hoher Feuchtigkeitsgehalt

Viele Fischkisten sowie Materialien für Bojen und Schwimmkörper sind lange Meerwasser oder feuchter Luft ausgesetzt. Beim Recycling enthalten sie daher oft Wasser und Salz. Gelangen solche Abfälle dauerhaft in einen normalen EPS Verdichter, kann dies die Korrosion beschleunigen und die Lebensdauer der Maschine verkürzen.

2. Großes Volumen von Bojen und Schwimmkörpern

Viele Bojen und Schwimmkörper bestehen aus großen, unregelmäßig geformten Teilen. Sie lassen sich weder direkt in die Verdichtungsanlage einführen noch einfach mit Zerkleinerungsmaschinen verarbeiten. Deshalb ist auch das Thema Styropor Bojen entsorgen für viele Betriebe eine praktische Herausforderung.

3. Anschmelzen des Materials

Im Unterschied zu anderen Styroporverpackungen, die teilweise mit Hochtemperatur-Schmelzverfahren verarbeitet werden können, lassen sich feuchte Fischkisten und Styropor-Bojen meist nur mit reinen Schneckenverdichtern behandeln. Dabei kann es im Auslassbereich durch die dauerhafte Verdichtung zu einem leichten Anschmelzen des Materials kommen, wenn die Temperatur zu stark ansteigt. Dadurch wird der Materialfluss gestört und die kontinuierliche Verarbeitung beeinträchtigt.

Fischkiste aus EPS

Für den Einsatz an der Küste sind gezielte technische Anpassungen nötig

Um diese Probleme zu lösen, hat GreenMax die Apolo-Serie seines Styropor Kompressors gezielt weiterentwickelt. Das Gesamtkonzept wurde speziell für die Anforderungen des Styropor-Recycling an Küstenstandorten ausgelegt und nicht einfach von herkömmlichen EPS-Lösungen übernommen.

1. Verarbeitung feuchter Abfälle

Die GreenMax Apolo Marine Serie als EPS Verdichter wurde auf Edelstahlbauweise umgestellt, um die Auswirkungen von Feuchtigkeit und Salz auf Bauteile und Verdichtungskammer zu reduzieren. Dadurch eignet sich die Anlage besser für den langfristigen Einsatz in Küstenregionen.

2. Verarbeitung großer Bojen und Schwimmkörper

Die Verdichtungsanlage kann mit einem Heißdraht-Schneidsystem kombiniert werden. Damit lassen sich große EPS-Teile zunächst in kleinere Stücke schneiden, die anschließend in den Verdichtungsprozess gelangen. Der Heißdraht ist ein Verschleißteil und muss unter normalen Bedingungen meist alle zwei bis drei Tage gewechselt werden. Bei stärker durchfeuchtetem Material kann ein täglicher Wechsel notwendig sein. Der Austausch ist jedoch unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt. Mit dieser Schneidlösung lässt sich eines der häufigsten Probleme beim Thema Styropor Bojen entsorgen deutlich effizienter lösen: das große Volumen des Materials.

3. Kontrolle des Anschmelzens

Zusätzlich kann die Maschine mit einer Umlaufwasserkühlung ausgestattet werden, um die Temperatur an kritischen Stellen zu senken und den Verdichtungsprozess stabiler zu machen. Darüber hinaus verfügt die Anlage über eine Anschmelz-Erkennung: Im normalen Betrieb wird das Material kontinuierlich von der Schnecke nach vorne gefördert, gleichzeitig dreht sich eine kleine Scheibe oberhalb der Maschine mit. Bleibt diese Scheibe stehen, deutet das darauf hin, dass kein regulärer Materialausstoß mehr erfolgt und möglicherweise ein Anschmelzen eingetreten ist. In diesem Fall kann der Betrieb rechtzeitig gestoppt und die Anlage überprüft werden.

EPS Verdichter

Praxisbeispiel aus Chile

GreenMax hat dem chilenischen Umweltunternehmen Ecologica bereits eine Lösung für das Thema Styropor Bojen entsorgen bereitgestellt. Das Unternehmen ist auf das Recycling von Industrieabfällen, marinen Kunststoffen und Schaumstoffmaterialien spezialisiert und verfügt über Niederlassungen in mehreren Küstenstädten Chiles.

Der Kunde verarbeitet hauptsächlich zwei Arten von Styropor: zum einen Verpackungsschaum mit normaler Dichte, zum anderen weichere Materialien aus Bojen und Schwimmkörpern. Letztlich entschied sich das Unternehmen für den EPS Verdichter A-C200MS. Beide Materialarten können gemeinsam verarbeitet werden. In der Praxis wird jedoch empfohlen, sauberen Schaumstoff getrennt von verunreinigtem EPS zu behandeln, um spätere Verkaufspreise nicht zu beeinträchtigen.

Die verdichteten Blöcke haben ein Maß von etwa 380 × 380 Millimetern, eine Länge von rund 1 Meter und ein Gewicht von etwa 40 bis 50 Kilogramm pro Block. Das erleichtert Verladung, Transport und Verkauf deutlich. Für Küstenrecycler sind EPS-Abfälle also nicht nur schwer zu handhabender Müll, sondern auch ein handelbarer Wertstoff. Der aktuelle Ankauf von EPS-Blöcken liegt bei etwa 450 Euro pro Tonne, wobei der Preis je nach Marktlage schwanken kann.

Anschmelz-Erkennungsvorrichtung

Recycling an der Küste ist nicht nur Umweltschutz, sondern auch ein Geschäft

Für Küstenrecycler ist das Thema Styropor Bojen entsorgen heute kein unlösbares Problem mehr. Entscheidend ist der Aufbau einer geeigneten Verarbeitungslösung mit einem Styropor Kompressor, die auf die realen Bedingungen an der Küste abgestimmt ist. So lassen sich verstreute und schwer handhabbare Abfälle in verkaufsfähige Sekundärrohstoffe umwandeln. Gleichzeitig muss das System mit Feuchtigkeit umgehen können, große Schwimmkörper verarbeiten und das Anschmelzen des Materials kontrollieren.

So wird aus dem Recycling von Fischkisten, Bojen und Schwimmkörpern nicht nur ein Beitrag zum Schutz der Küstenumwelt, sondern auch ein Geschäftsmodell mit langfristigem Potenzial.

verdichteter EPS-Schaumblock


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