Lösung für das Recycling von abgelaufenen Milchprodukten | mit Maschine zur Trennung von Inhalt und Verpackung im Mittelpunkt
Auch in Deutschland haben H-Milch, aromatisierte Milchgetränke, Milchshakes, Kakaomilch und Trinkjoghurt einen stabilen Markt. Gleichzeitig stehen Hersteller, Abfüller, Lohnfertiger und Lager- bzw. Distributionszentren von Marken immer wieder vor Problemen wie Verpackungsmängeln, Abfüllfehlern, Etikettierungsfehlern, Rücknahmen kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums und Lagerbeständen im Vertrieb. Vor diesem Hintergrund ist das Thema abgelaufene Milchprodukte entsorgen längst nicht mehr nur eine einfache Lagerbereinigung, sondern wird zunehmend als systematische Aufgabe im Zusammenhang mit Lebensmittelsicherheit, Compliance und Prozesseffizienz betrachtet.

Daher sollten Hersteller, Lohnfertiger und Lagerzentren einen vollständigen Prozess für das Recycling von abgelaufenen Milchprodukten aufbauen. Das kann einerseits Lebensmittelverluste reduzieren, andererseits die Entsorgungskosten für abgelaufene Ware senken und gleichzeitig den steigenden Anforderungen an Umweltschutz und Ressourcennutzung besser entsprechen.
Milchgetränke werden häufig in Tetra-Pak-Verpackungen abgefüllt. Diese bestehen im Wesentlichen aus einer Verbundstruktur aus Karton, Kunststoffschichten und zum Teil Aluminium. In der Praxis ist eine der gängigsten Methoden, abgelaufene Milchprodukte zu entsorgen, zunächst die Trennung von Inhalt und Verpackung: Zuerst werden abgelaufene Milch, Trinkjoghurt und andere Flüssigkeiten ausgeleitet, danach werden die Verpackungen verdichtet, gebündelt und dem weiteren Recycling zugeführt.
Der entscheidende Punkt bei diesem Verfahren ist, dass die Flüssigkeit kontrolliert gesammelt wird, damit sie nicht ausläuft und die Produktions- oder Lagerumgebung beeinträchtigt. Gleichzeitig muss die spätere Volumenreduzierung und Verdichtung der Tetra-Pak-Verpackungen möglichst effizient erfolgen.

Die GreenMax Poseidon Serie als Schneckenverdichter wurde speziell für das Management abgelaufener Getränke entwickelt. Die Anlage ermöglicht die Flüssigkeitstrennung, eine Entwässerungsrate von bis zu 90 Prozent sowie eine Verpackungsverdichtung mit einem Verhältnis von 10:1. Damit ist sie eine grundlegende Lösung für das Recycling von abgelaufenen Milchprodukten.
Abgesehen vom Einfülltrichter im oberen Bereich besteht der untere Teil dieser Maschine zur Trennung von Inhalt und Verpackung hauptsächlich aus Motor, Schnecke, Extrusionskammer, Verdichtungskammer und Auslassrinne. Darunter befindet sich zusätzlich eine Auffangwanne aus Edelstahl.
Die Extrusionskammer ist zylindrisch aufgebaut und mit Perforationen versehen. Sobald abgelaufene Milchgetränke in die Maschine gelangen, wird die Flüssigkeit unter dem kontinuierlichen Druck der Schnecke zuerst ausgepresst. Über die Öffnungen der Extrusionskammer fließt sie gesammelt in die darunterliegende Auffangwanne. Diese ist mit drei Abläufen ausgestattet, die an Rohrleitungen angeschlossen werden können, sodass die Flüssigkeit zentral in einen festen Bereich abgeleitet wird. Auf diese Weise werden Auswirkungen auf die umliegende Produktionsumgebung reduziert.

Nachdem Flüssigkeit und Verpackung voneinander getrennt wurden, gelangt die Tetra-Pak-Verpackung in die Verdichtungskammer dieses Schneckenverdichters. Unter dem kontinuierlichen Druck der Schnecke wird die Verpackung auf etwa ein Zehntel ihres ursprünglichen Volumens verdichtet und anschließend ausgetragen. Da auch der untere Teil der Verdichtungskammer perforiert ist, kann Restflüssigkeit weiterhin austreten und in die Auffangwanne fließen.
Zusätzlich ist die Auslassrinne nach oben geneigt. Während die Tetra-Pak-Verpackungen kontinuierlich ausgeschoben werden, kann die verbliebene Restflüssigkeit weiter austreten, sodass ein Entwässerungseffekt von bis zu 90 Prozent erreicht wird. Diese Konstruktion erhöht zugleich den Austragswiderstand und sorgt dadurch für eine dichtere und vollständigere Verdichtung.
Nachdem rund 90 Prozent der Feuchtigkeit entfernt wurden, sind die Tetra-Pak-Verpackungen trockener und leichter. Durch die Verdichtung auf 10:1 sinken außerdem die Kosten für den Weitertransport und die spätere Verwertung deutlich. Gleichzeitig können die ausgepressten Flüssigkeiten wie Milch und andere Getränke zentral weiteren Verwertungswegen zugeführt werden, zum Beispiel einer Biogasanlage zur Erzeugung von Strom oder Wärme oder je nach Situation auch der Futtermittel- oder sonstigen industriellen Nutzung.
Damit trägt das Recycling von abgelaufenen Milchprodukten nicht nur zur Verringerung von Lebensmittelverlusten bei und ermöglicht die Weiterverwertung von Getränken und Verpackungen, sondern hilft Unternehmen auch dabei, einen Teil ihrer Verluste zurückzugewinnen, indem verdichtete Tetra-Pak-Verpackungen an nachgelagerte Recyclingunternehmen verkauft werden.

Der Nutzen dieser Maschine zur Trennung von Inhalt und Verpackung liegt nicht nur in der Behandlung abgelaufener Getränke. Sie hilft Herstellern, Lohnfertigern und Distributionszentren vielmehr dabei, intern einen vollständigeren und lebensmittelsicheren Rückgewinnungsprozess aufzubauen: Flüssigkeiten werden zentral gesammelt, Verpackungen separat verdichtet, zunächst erfolgt eine grundlegende Stofftrennung, und anschließend können beide Fraktionen je nach Situation in die passenden Recycling- oder Entsorgungswege überführt werden.
Darüber hinaus eignet sich die Anlage nicht nur für Milchprodukte in Tetra-Pak-Verpackungen, sondern auch für Kunststoffflaschen, Aluminiumdosen, Joghurtbecher und viele andere Getränkeverpackungen. Damit ist sie besonders gut für Getränkehersteller, Lohnfertiger oder Lagerzentren mit mehreren Produktionslinien geeignet, weil sich mit einer einzigen Maschine verschiedene Abfallarten behandeln lassen.

Häufige Fragen zum Thema abgelaufene Milchprodukte entsorgen
1. Kann ein Schneckenverdichter auch organische Abfälle verarbeiten?
Unter organischen Abfällen lassen sich Materialien wie Milchgetränke, Säfte oder Soßen verstehen, die einen hohen Wasseranteil und organische Bestandteile enthalten und deshalb schwer direkt zu lagern oder zu transportieren sind. Die Hauptaufgabe dieser Anlage besteht nicht in der endgültigen Vernichtung, sondern zunächst in der Entwässerung und Verdichtung, also darin, Wasser aus dem Abfallstrom zu entfernen und die nachfolgende Behandlung zu erleichtern.
2. Warum sollte man zuerst Flüssigkeit und Verpackung trennen?
Weil bei abgelaufenen Getränken nicht nur die Verpackung problematisch ist, sondern auch die enthaltene Flüssigkeit. Erst durch die Trennung lassen sich Verunreinigungen reduzieren, Transportaufwand senken und Flüssigkeit sowie Verpackung anschließend getrennt weiterbehandeln.

