Hersteller, Händler und Recyclinghöfe: Recycling von Aluminiumdosen aus abgelaufenen Dosengetränken
In der Getränkeindustrie gehören abgelaufene, beschädigte oder zurückgesandte Dosengetränke (wie Bier, Softdrinks oder Energy-Drinks) zu den häufigen und zugleich anspruchsvollen Abfallarten. Diese Abfälle enthalten noch Flüssigkeit, sind zwar vollständig verpackt, aber nicht mehr verkaufsfähig und fallen oft in größeren Mengen an. Wenn sie nicht richtig behandelt werden, belegen sie Lagerfläche und können zudem Umweltprobleme verursachen.

Allgemeiner Recyclingprozess für flüssigkeitsgefüllte Aluminiumdosen
Für diese Art von Abfall wird in der Branche in der Regel folgendes Verfahren eingesetzt: Trennung von Flüssigkeit und Dose + Verdichtung + getrennte Vermarktung
1. Entwässerung und Trennung von Flüssigkeit und Dose
Der GreenMax Schneckenverdichter P-C350 kann ganze Getränkedosen chargenweise zerkleinern oder auspressen, sodass Flüssigkeit und Aluminiumdosen voneinander getrennt werden. Die Getränkeflüssigkeit wird über die Auffangwanne unter der Maschine gesammelt und kann anschließend per Leitung in einen Lagertank geleitet werden. So bleibt der Arbeitsbereich sauber, und Leckagen sowie Schädlingsprobleme lassen sich vermeiden.
2. Verdichten von Aluminiumdosen
Die entwässerten Aluminiumdosen werden in der Verdichtungsmaschine für Dosen P-C350 durch die Schneckenpressung auf etwa 10:1 reduziert. Während des Austrags wird zusätzlich weitere Restflüssigkeit entfernt, mit einer Entwässerungsrate von bis zu etwa 90 %. Dabei wird jede einzelne Dose stark verdichtet, das Material bleibt insgesamt jedoch noch relativ locker und bildet keine kompakte Struktur.
Deshalb ergänzen größere Werke häufig zusätzlich eine vertikale Ballenpresse, um das Material zu hochdichten Ballen von 300–500 kg zu pressen, was Transport und Verkauf erleichtert.
3. Getrennte Vermarktung
Die verdichteten Aluminiumblöcke können direkt an Metallrecycler oder Schmelzbetriebe zur Herstellung von Sekundäraluminium verkauft werden. Die abgetrennte Flüssigkeit kann an landwirtschaftliche Betriebe zur Beimischung ins Tierfutter abgegeben oder in anaerobe Vergärungssysteme zur Biogaserzeugung eingespeist werden. So lässt sich ein vollständiges Recycling von Aluminiumdosen erreichen.
Unterschiedliche Herausforderungen und passende Geräteauswahl je nach Kundengruppe
1. Getränkehersteller / Abfüllbetriebe
Getränkehersteller erzeugen in der Regel kontinuierlich große Mengen an nicht verkaufsfähigen Produkten oder Ware mit kurzem Resthaltbarkeitsdatum. Diese Abfälle fallen in großen Mengen, gebündelt und regelmäßig an und müssen meist schnell verarbeitet werden.
Typische Probleme:
· Flüssigkeitsgefüllte Aluminiumdosen können nicht direkt verdichtet werden und müssen zuerst entleert werden
· Das manuelle Öffnen der Dosen ist ineffizient und verursacht hohe Personalkosten
· Die Abfälle belegen Lagerfläche und nehmen laufend weiter zu
Lösung:
Empfohlen wird ein System für das Recycling von Aluminiumdosen aus Schneckenverdichter + vertikaler Ballenpresse.
Zunächst werden die Dosen entleert, sodass flüssigkeitsgefüllte Produkte überhaupt verarbeitet werden können. Anschließend erfolgt das Verdichten von Aludosen mit der Ballenpresse, wodurch Transport und Lagerung effizienter werden und ein verdichtetes Materialformat entsteht, das von nachgelagerten Abnehmern leichter akzeptiert wird. Die abgeführte Getränkeflüssigkeit kann zudem über Zweitvermarktung weiterverwendet werden, um Verluste zu reduzieren.
In Kombination ermöglicht dieses System eine automatische Entleerung und anschließende Ballenverdichtung mit hoher Durchsatzleistung und eignet sich besonders für Recyclinganwendungen mit großen Materialmengen.
2. Getränkehändler / Distributionszentren
Bekannte Getränkemarken arbeiten oft mit autorisierten Händlern oder Distributionszentren zusammen. Dort fallen ebenfalls Rückläufer, beschädigte Verpackungen oder schwer verkäufliche Produkte an. Wenn die Marke selbst keine Rücknahmelösung anbietet, müssen diese Abfälle eigenständig verarbeitet werden.
Typische Probleme:
· Das Abfallvolumen ist nicht sehr groß, fällt aber kontinuierlich an
· Getränkedosen sind sperrig, belegen Lagerfläche und verursachen hohe Entsorgungskosten
Lösung:
Für Distributionszentren ist das Abfallaufkommen in der Regel begrenzt. Der Schwerpunkt liegt daher auf Platzersparnis und geringeren Behandlungskosten, sodass Entleerung + Volumenreduzierung meist ausreichen.
Empfohlen wird der Einsatz des Schneckenverdichters P-C350, um flüssigkeitsgefüllte Getränke zu entwässern und gleichzeitig das Volumen zu reduzieren. Eine zusätzliche vertikale Ballenpresse ist in diesem Fall meist nicht erforderlich. Da das Abfallvolumen begrenzt ist, würde eine zusätzliche Ballenpresse oft nur wenig ausgelastet sein.
Nach der Verarbeitung mit der Verdichtungsmaschine für Dosen P-C350 entstehen zwar keine hochdichten Ballen, einzelne Aluminiumdosen werden jedoch auf etwa das 10-fache Volumen reduziert und können direkt in Säcken verkauft werden. Das reicht in vielen Fällen für grundlegende Anforderungen an das Recycling von Aluminiumdosen aus. Außerdem kann die Maschine auch Kunststoffflaschen und andere Getränkeverpackungen verarbeiten und eignet sich daher gut für Getränkehändler mit mehreren Marken.

3. Recyclinghöfe / Entsorgungsunternehmen
Das Kerngeschäft dieser Unternehmen besteht darin, durch das Recycling von Aluminiumdosen, Kunststoffflaschen und anderen Wertstoffen Gewinne zu erzielen. Die Aluminiumdosen, die bei Recyclinghöfen ankommen, sind in der Regel bereits leer oder enthalten nur noch geringe Flüssigkeitsreste. Für diese Betriebe ist daher besonders wichtig, den Wert der gesammelten Materialien zu steigern.
Typische Probleme:
· Die meisten Dosen sind leer, dennoch bleiben die Transportkosten hoch
· Es fallen unterschiedliche Abfallarten an, wie Aluminiumdosen und Kunststoffflaschen
· Die Gewinnspanne ist begrenzt
Lösung:
GreenMax empfiehlt in diesem Fall ausschließlich den Einsatz einer vertikalen Ballenpresse, um ein hochdichtes Verdichten von Aludosen zu erreichen. So werden lose Abfälle in kompakte Ballen mit einem Gewicht von etwa 300 kg und den Maßen 45 × 26 × 35 umgewandelt. Dadurch steigt der Transportwert pro Einheit, was den Gesamtertrag verbessert.
Außerdem benötigt eine vertikale Maschine weniger Stellfläche und beansprucht den Lagerraum auf dem Recyclinghof nur gering. Die Maschine kann zudem auch Kunststoffflaschen, Karton und weitere Wertstoffe verarbeiten und ist dadurch vielseitig einsetzbar.

Warum müssen volle Getränkedosen aus Aluminium entleert und verdichtet werden?
Unbehandelte Abfälle aus Getränkedosen:
· Enthalten Flüssigkeit → können nicht direkt recycelt werden
· Großes Volumen → hohe Transportkosten
· Leckagegefahr → hohes Umweltrisiko
Durch Entleerung und Verdichten von Aludosen:
· Getränkeflüssigkeit und Aluminiumverpackung werden in zwei Teile getrennt und können getrennt vermarktet werden
· Das Verpackungsvolumen wird deutlich reduziert, Transport- und Lagereffizienz steigen, und die Logistikkosten pro Volumeneinheit sinken
· Der Recyclingwert abgelaufener Produkte wird erhöht und Unternehmen können mehr Nutzen aus dem Recycling von Aluminiumdosen ziehen
· Abfälle werden in wiederverwertbare Ressourcen umgewandelt und tragen zur Nachhaltigkeit bei
· Umweltanforderungen werden besser erfüllt und Sickerflüssigkeit sowie Schädlingsprobleme werden reduziert
