Vorgehensweise zur Umsetzung von Recycling von Joghurtbechern beim Entpacken von Lebensmittelabfällen

In der Milchproduktebranche fallen nahezu täglich Joghurtchargen an, die wegen Fehlbefüllung, Problemen beim Verschließen/Etikettieren, beschädigter Verpackung oder nahendem bzw. überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum ausgeschleust werden. Sie wirken wie „reiner Abfall“, enthalten aber tatsächlich zwei wiederverwertbare Ressourcen: Joghurtbecher-Verpackungen und Joghurt (flüssiger Inhalt).

In Nordamerika und Europa gibt es bereits Unternehmen, die sich auf das Entpacken und Trennen von Lebensmittelabfällen spezialisiert haben: Sie trennen Lebensmittel und Verpackung, verhindern so, dass wertvolle Materialien auf Deponien landen, und leiten die getrennten Organikströme und Verpackungen gezielt an Bauernhöfe, Kompostanlagen, Anlagen zur anaeroben Vergärung usw. weiter – für Recycling von Joghurtbechern und die anschließende Verwertung der Materialien.

Für Joghurtbecher sieht der typische Verwertungsweg so aus:

1) Wofür kann die Joghurtbecher-Verpackung genutzt werden?

Gängige Materialien sind PP, PS und PET. Nachgelagerte Recycler nutzen sie z. B. für:

· Rohstoff für Rezyklat-Granulate (rPP/rPS/rPET), etwa für Paletten, Mehrwegboxen, Blumentöpfe, Rohr- und Formteile usw.

· In manchen Regionen auch für Verbundwerkstoffe oder Holz-Kunststoff-Verbund (WPC).

2) Wie kann der Joghurt (Organik) weiterverwertet werden?

Der getrennte Joghurt ist ein Organikstrom mit hohem Wasseranteil und kann z. B. zugeführt werden an:

· Anaerobe Vergärung zur Biogaserzeugung und zur Gewinnung von Gärrest.

· Kompostierung oder landwirtschaftliche Verwertung/Fütterung (je nach Vorgaben und Bedingungen).

abgelaufene Joghurtbecher

Praxisprobleme: hohe Kosten beim manuellen Entpacken, ineffizienter Transport, schwer kontrollierbare Unordnung

Viele Unternehmen starten mit manueller Entpackung: aufschneiden, ausleeren, spülen, sortieren, verpacken. Doch die Probleme zeigen sich schnell:

· Hohe Personalkosten, geringe Effizienz: Joghurtbecher sind klein und zahlreich – manuelles Entpacken ist sehr zeitaufwendig.

· Schwierige Flüssigkeitserfassung: Joghurt ist zähflüssig, spritzt leicht und bleibt haften; Boden und Maschinenumfeld verschmutzen schnell.

· Beim Transport wird „Luft“ bewegt: Unverdichtete Becher haben viel Hohlraum, LKW werden nicht voll – die Kosten pro Einheit bleiben hoch.

· Belastung für Compliance und Außenwirkung: Gerüche, Leckagen und Schädlingsrisiken nehmen zu, der Aufwand in der Betriebsführung steigt.

Deshalb suchen immer mehr Unternehmen nach einer automatisierten Lösung nach dem Prinzip „Trennen + Flüssigkeit zentral sammeln + Verpackung verdichten“, z. B. mit einem Entleerung Maschine, um den Entpackungs- und Trennprozess zu standardisieren und zu skalieren.

GreenMax Entleerung Maschine

Bevorzugte Lösung für Recycling von Joghurtbechern: GreenMax Entleerungsmaschine – ein System, drei Funktionen

Für Joghurtbecher und andere „lebensmittelhaltige Verpackungen mit Flüssigkeitsrest“ übernimmt der GreenMax Schneckenverdichter die Entleerung und Verdichtung von abgelaufenen Milchprodukten und ermöglicht:

1) Effiziente Entleerung von Joghurtbechern

Nach dem Einlauf trennt die Maschine Verpackung und Inhalt zuverlässig. Die Flüssigkeit wird zentral in einer Auffangwanne gesammelt, wodurch manuelles Auskippen und Reinigungsaufwand deutlich sinken.

2) Entwässerungsrate bis zu 90%

Durch kontinuierliches Pressen und die Entwässerungskonstruktion wird die Flüssigkeit möglichst weit ausgepresst und gesammelt. Das reduziert die Belastung der nachgelagerten Organikbehandlung und macht die Verpackung sauberer und recyclingfähiger.

3) 10:1 Verdichtung von abgelaufenen Milchprodukten

Die getrennten Becher werden über die Schnecke weiter verdichtet. Mit einem Verdichtungsverhältnis von bis zu 10:1 werden Verpacken, Verladen und Transport deutlich effizienter – statt „Luft“ wird „Material“ transportiert.

Das ist eine der direktesten und wirksamsten Maßnahmen zur Kostensenkung im Recycling von Joghurtbechern.

Entleerung von Joghurtbechern

Sauberer vor Ort: Flüssigkeit per Rohrleitung, Verpackung direkt in den Sack

Neben Effizienz und Kosten ist vielen Kunden auch die Hygiene im Arbeitsbereich wichtig. Die Vorteile der GreenMax Entleerung Maschine liegen darin:

· Die Joghurtflüssigkeit kann über eine Rohrleitung von der Auffangwanne direkt in einen Zielbehälter/IBC oder Lagertank geleitet werden – weniger Verschütten und weniger Umfüllen.

· Die verdichteten Joghurtbecher können direkt abgesackt oder in einen Sammelbehälter gegeben werden – weniger Verstreuung und Spritzer.

· Insgesamt funktioniert die Entleerung von Joghurtbechern eher wie eine „geschlossene Sammlung“ und erleichtert einen sauberen, geordneten Betrieb.

Verdichtung von abgelaufenen Milchprodukten

Verschiedene Lebensmittelabfälle – ein System für mehrere Materialien

Der Schneckenverdichter ist nicht nur für Joghurtbecher geeignet. Er kann auch andere flüssigkeitshaltige Lebensmittelverpackungen verarbeiten, z. B. PET-Flaschen, Aludosen und Tetra-Pak.

Wichtig ist: Je nach Material unterscheiden sich Anforderungen an Presskraft, Einzugsgeschwindigkeit und Entwässerungseinstellungen. GreenMax nimmt deshalb vor Auslieferung der Entleerung Maschine die passende Parametervoreinstellung und einen Probelauf vor, sodass die Anlage vor Ort direkt einsatzbereit ist. Der Kunde wählt am Bedienpanel lediglich den entsprechenden Modus, ohne die Parameter im Detail nachjustieren zu müssen.

Leerung und Verdichtung von PET-Flaschen

Wenn Sie mit Joghurt zu tun haben, der wegen Fehlbefüllung, Problemen beim Verschließen/Etikettieren, beschädigter Verpackung oder abgelaufenem MHD aussortiert wird, ist der wirklich effiziente Weg nicht „mehr Personal“, sondern ein standardisierter Prozess für Entpacken, Trennen und Volumenreduzierung:

Mit einer Anlage, die Verpackung und Flüssigkeit trennt, die Flüssigkeit zentral sammelt und die Verdichtung von abgelaufenen Milchprodukten ermöglicht, lässt sich Recycling von Joghurtbechern als skalierbarer Linienprozess umsetzen. So wird aus „Problemabfall“ eine Ressource, die z. B. in landwirtschaftliche Nutzung oder Kompostierungssysteme gelenkt werden kann.


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