EPP-Verpackungsstau bei EV-Batterien und Fahrzeugteilen nachhaltig und regelkonform lösen
In der Lieferkette für Elektrofahrzeuge wird EPP-Verpackung immer häufiger eingesetzt. Ob bei Verpackungen für Batterien und elektrische Systeme oder bei Bauteilen wie Stoßfängerzierteilen und Sensorgehäusen – sowohl auf dem Weg vom Zulieferer der Einzelteile zum Systemlieferanten als auch weiter zum OEM sowie im Import- und Exporttransport kommen häufig EPP-Mehrwegträger, Einlagen, Steckfächer und Trennwände zum Schutz zum Einsatz.
Der Grund ist einfach: Dieses Material ist leicht, stoßfest, bietet eine stabile Polsterwirkung und kann mehrfach verwendet werden. Damit eignet es sich besonders gut für die hochfrequenten Transportkreisläufe in der Automobillogistik. Gerade bei batterienahen Verpackungen sind die Anforderungen an Stoßschutz, antistatische Ausstattung und Transportstabilität noch höher. EPP erfüllt diese Anforderungen sehr gut und wird deshalb beim Transport von Batterien und Fahrzeugkomponenten in der Elektromobilität immer breiter eingesetzt.

Doch damit entsteht auch ein neues Problem. Für OEMs und Tier-1-Zulieferer treffen laufend Bauteile und Batterien im Werk ein, während die Fahrzeuge auf der Montagelinie Schritt für Schritt aufgebaut werden. Gleichzeitig stapeln sich die demontierten EPP-Verpackungen. Verpackungen, die noch weiterverwendet werden können, bleiben meist im Umlauf. Der Teil jedoch, der bereits zu oft genutzt wurde oder deutlich beschädigt ist, kann nicht mehr in den Transport zurückgeführt werden. Auf Dauer beanspruchen diese gebrauchten EPP-Mehrwegboxen, Einlagen und Trennelemente große Lagerflächen und erschweren das Handling vor Ort zunehmend.
Noch konkreter ist das Problem bei den Abtransportkosten. Zwar lassen sich diese Abfälle an nachgelagerte Recycler verkaufen oder abgeben, die EPP-Verpackungen sind jedoch sehr voluminös und haben eine geringe Dichte. Pro Lkw lässt sich daher nur eine begrenzte Menge laden. Da der Abtransport meist nach Fahrten oder Touren berechnet wird, führt das in der Praxis dazu: Das Material selbst ist leicht, die Logistikkosten sind trotzdem hoch.

Daher ist die heute in der Automobilindustrie verbreitetere Form des EPP-Recyclings nicht der unveränderte Abtransport der Abfälle, sondern zunächst die Volumenreduzierung und Verdichtung direkt im Werk. Anschließend werden die verdichteten Blöcke an nachgelagerte Recycler verkauft. So kann mit demselben Lkw deutlich mehr Material transportiert werden, die Logistikkosten pro Einheit sinken spürbar und auch der Lagerdruck wird wirksam reduziert.
Für die Verdichtung von EPP-Schaum kommt ein Verdichter des PP-Schaum zum Einsatz, also eine speziell für Schaumstoffabfälle entwickelte Recyclingmaschine. Das Gerät zerkleinert große Mehrwegboxen, Einlagen und andere Verpackungsreste zunächst in gleichmäßigere Stücke. Danach werden die Schaumstoffpartikel über eine Schnecke kontinuierlich verdichtet, bis ein kompakter Block entsteht. Am Auslass sorgt zusätzlich eine Oberflächenverschmelzung dafür, dass die Blockoberfläche kurz angeschmolzen und sofort wieder verfestigt wird. Dadurch bleiben die Verdichtungsblöcke stabil und lösen sich auch beim späteren Transport nicht so leicht.

Oben wurde das Funktionsprinzip der GreenMax Schaumstoffpresse der Zeus-Serie beschrieben. Die Anlage erreicht ein Verdichtungsverhältnis von bis zu 50:1 und wurde speziell für EPE- und EPP-Schaum entwickelt. Dabei sorgt sie nicht nur für einen geringeren Energieverbrauch, sondern auch für formstabile und feste Verdichtungsblöcke. Der Querschnitt der ausgegebenen Blöcke beträgt 380 × 380 mm, die Länge kann über das Schneidprogramm individuell eingestellt werden. Dadurch entstehen gleichmäßige Blöcke, die sich leicht lagern, verladen und an nachgelagerte Recycler verkaufen lassen.
Der Einsatz eines Verdichters des PP-Schaums zur Volumenreduzierung großer Mengen an Verpackungsabfällen ist inzwischen eine gängige Form des Recyclings von EPP-Schaum, insbesondere in Automobilwerken und vergleichbaren Betrieben.
Einige Unternehmen möchten jedoch vorerst keine neuen Projekte starten, keine neuen Anlagen prüfen oder keine zusätzlichen Investitionen tätigen. Stattdessen beauftragen sie externe Recycler mit der Abholung oder entsorgen das Material direkt über die Deponie. Beides hat jedoch Nachteile: Externe Dienstleister können eine zeitnahe und stabile Abwicklung nicht immer gewährleisten, und die Deponierung ist nicht nur mit hohen Transportkosten verbunden, sondern auch aus ökologischer Sicht problematisch. Vor dem Hintergrund der zunehmend strengeren PPWR-Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen wird der Bedarf an einer regelkonformen und umweltgerechten Lösung für Verpackungsabfälle daher immer dringlicher.

Die Vorteile einer Schaumstoffpresse liegen auf der Hand:
· Die Abfälle können direkt im Werk vor Ort verdichtet werden. Lose EPP-Verpackungsabfälle werden zu kompakten Blöcken verarbeitet, wodurch belegte Lagerflächen spürbar reduziert werden.
· Die verdichteten Blöcke lassen sich an nachgelagerte Recycler verkaufen. So können Unternehmen nicht nur Entsorgungs-, Abtransport- oder Deponiekosten senken, sondern auch zusätzliche Erlöse erzielen.
· Gleichzeitig hilft eine frühzeitige Planung des EPP-Recycling dabei, sich besser auf zunehmend strengere Umwelt- und Recyclingvorgaben einzustellen.
Für die Lieferkette der Elektromobilität ist EPP-Verpackung ein wichtiges Mittel, um Bauteile und Batterien sicher zu transportieren. Nach dem Auspacken stellt sich jedoch die Frage, wie diese Verpackungen effizient zurückgeführt oder recycelt werden können. Je früher ein Unternehmen einen stabilen Prozess für das Recycling von EPP-Schaum aufbaut, desto mehr Handlungsspielraum hat es bei Lagerung, Logistik und Kostenkontrolle.
Aktuell gehört der Verdichter des PP-Schaum weiterhin zu den wirtschaftlichsten und zugleich praktikabelsten Lösungen für dieses Einsatzfeld.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, berät GreenMax Sie gerne.

Häufige Fragen zur Behandlung von Verpackungsabfällen in der Fahrzeugmontage:
1. Warum sollte EPP vor dem Abtransport verdichtet werden?
Weil bei EPP-Verpackungen vor allem das Volumen das Problem ist. Durch die Verdichtung mit einem Verdichter des PP-Schaums steigt die Transporteffizienz deutlich und die Logistikkosten pro Einheit sinken.
2. Gibt es genügend Abnehmer für verdichtete EPP-Blöcke? Kann es passieren, dass man eine Anlage kauft, aber niemand die Blöcke abnimmt?
Ja. EPP-Blöcke können weiter zu PP-Granulat verarbeitet und anschließend für Trennwände, Polster- oder Füllteile und andere Produkte genutzt werden. Falls Sie Unterstützung bei der Vermarktung benötigen, kann GreenMax auch beim Kontakt zu nachgelagerten Käufern helfen.
